Industrial Internet of Things (IIoT)

Ein gesondertes Internet of Things? Wofür brauche ich das und was genau ist das? Für die aufstrebenden Smart Factories reicht das normale Internet der Dinge nicht mehr aus. Hier muss ein eigenes Internet of Things (IoT) her, das sogenannte Industrial Internet of Things (IIoT). Was das genau bedeutet erläutert Christoph Hönighaus in seinem Artikel in com! Professional 11/2017. Wir haben das ganze nochmal zusammengefasst.

Hierbei stellt sich zunächst die Frage, was das Internet der Dinge eigentlich ausmacht. Einer der wichtigsten Punkte ist wohl die vollständige Vernetzung aller Geräte und Alltagsgegenstände, wie beispielsweise die eigene Heizung, der Lautsprecher oder auch Lichtschalter. Das IoT wird auch als Netzwerk mit physischen Objekten bezeichnet, die eine Technologie zur Kommunikation, Messung oder Interaktion über interne Zustände auf eine externe Umgebung haben.

Auf der anderen Seite steht die Industrie 4.0. Hierbei handelt es sich um einen vernetzten Produktionsprozess mit vollautomatischen Prozessen entlang der Wertschöpfungskette und einer Produktion, die durch vorrausschauende intelligente Maschinen flexibel und ressourcenschonend ist. Mit Hilfe dieser Prozesse und Maschinen wird in der Industrie 4.0 die Optimierung und Steuerung der Organisation und Prozesse zum Ziel gesetzt.

Diese Maschinen sind direkt an der Produktion beteiligt und ermöglichen mit Geräten zur Überwachung wie z.B. Kameras oder Laptops und angebrachten Sensoren die direkte Überwachung der Produktion in Echtzeit. Über diese Vernetzung ist von der Überwachung und Qualitätskontrolle bis hin zur selbstständigen Steuerung eine IoT Fertigungseinheit entstanden. Diese Einheit kann man als cyber-physisches Produktionssystem (CPPS) bezeichnen. Ein CPPS verfügt über einen großen Funktionsumfang, viel größer als der eines durchschnittlichen IoT-Geräts. Hierzu werden allerdings auch deutlich mehr Daten benötigt.

Um diese Datenmengen bewältigen zu können reicht ein einfaches IoT Netzwerk nicht mehr aus. Die Daten müssen in höchster Qualität und jederzeit schnell verfügbar sein. Außerdem können die Maschinen autonom kommunizieren, was wiederum das Datenvolumen zusätzlich ansteigen lässt. Planung und Steuerung kommen zusammen und sind keine zwei getrennten Prozesse, sondern in einem vereint. Dadurch kommen auch historische, aktuelle und prognostizierte Zahlen zusammen, die verarbeitet werden müssen. Ein weiterer Grund, der dazu führt, dass das Datenvolumen steigt.

Auch bisher eingesetzte ERP und SPS-Systeme werden Manufacturing Execution Systeme abgelöst, die über eigene VDI-Richtlinien verfügen. Neue Big-Data-Analysesysteme werden unter dem Begriff Industrial Analytics künftig zur Analyse der großen Datenmengen genutzt werden.

Industrie 4.0 wird somit immer umfassender und fordert aufgrund unternehmensübergreifender Wertschöpfungsketten einen standardisierten Informationsaustausch. Diese Standards werden von der Deutschen Kommission für Elektrotechnik festgelegt und erfordern einen stark erhöhten Informationsbedarf. Die Industrie ist also auf ein IOT-Netzwerk angewiesen, jedoch mit deutlich höherer Leistung, das Industrial Internet of Things.

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