Azure Saturday 2017

Der erste Azure Saturday ist zu Ende und ich bin froh dabei gewesen zu sein. Bei vier gleichzeitig laufenden Tracks musste ich mich schweren Herzens zwischen den interessanten und den noch interessanteren Sessions entscheiden. Zu Beginn der Veranstaltung eröffnete Donovan Brown mit seiner Key Note „From 0 to DevOps“ und inspirierte alle Anwesenden mit seiner energiegeladenen Art. Das folgende Zitat von Ihm beschreibt die Intention seines Vortrags sehr gut:

Don’t go home and ask your manager for permission to setup a DevOps pipeline – go home and just do it!

In knapp 20 Minuten hat er eine einfache DevOps Pipeline, auf Basis von Visual Studio Team Services, gezaubert. Mir hat das wieder einmal gezeigt, dass es keine Entschuldigung gibt, auf eine DevOps Pipeline zu verzichten. Ich kann mich seinen Worten nur anschließen: Fragt euren Boss nicht, ob ihr DevOps machen sollt – tut es einfach!

Azure Saturday 2017, generic.de AG

Azure Saturday 2017

Azure Stack

Bei meiner ersten Session habe ich mich für „Azure Stack – Transform Your Data Center to Azure“ entschieden. Bei Azure Stack handelt es sich um Azure, das man on premise installieren kann. Ja genau – Azure als private Cloud und das bei identischem Funktionsumfang! Zur Zeit liegt Azure Stack in der Technical Preview 3 vor und soll, laut Gerüchten, Ende 2017 verfügbar sein. Vorerst wird Azure Stack nur auf vorkonfigurierten Appliances installierbar sein. Microsoft räumt allerdings ein, dass man in späteren Versionen auch auf eigener Hardware installieren kann. Ob sich Azure Stack preislich lohnen wird, erfahren wir erst mit der finalen Version, da die Lizenzpolitik noch nicht festgelegt ist.

Azure Business Continuity Solutions

In dieser Session wurden Azure Backup und Site Recovery vorgestellt. Es wurde klar ersichtlich, dass Microsoft besonderes Augenmerk darauf gelegt hat, dass in Azure gehostete Lösungen hochverfügbar sind. Selbst im Desaster Fall können Azure Lösungen binnen Minuten wiederhergestellt werden – teilweise voll automatisiert.

Cloudy, With a Chance of Databases

Welche Lösungen bzgl. Datebanken bietet Azure? Wie migriert man seine SQL Datenbank Lösungen von on premise nach Azure? Antworten auf die Fragen wurden in dieser Session gegeben. Inhaltlich vertrat der Dozent eine „pro Cloud“ Haltung für SQL Datenbanken und schwärmte von den Azure PaaS bzgl. SQL Server.

Serverless Computing with Azure Functions

Wie ihr aus meinem Blog Eintrag zu Azure Functions schon wisst, steh‘ ich auf Azure Functions. Natürlich lass ich mir dann den Beitrag von einem Kollegen dazu nicht entgehen. Seit meinem Blog Artikel hat sich an der Integration der Azure Functions im Portal einiges getan. So gibt es jetzt endlich auch für Functions die Deployment Slots und der Dozent hat zudem DevOps Möglichkeiten für Functions vorgestellt. Debugging und Unit Test geht zwar immer noch nicht – dafür habt ihr aber immer noch meine Precompiled Azure Functions 😉

Azure Cost Estimation – Let’s talk R.O.I.

Dass Azure in vielen Fällen die günstigere Alternative zur on premise Lösung darstellt, zeigte uns die Session zum Thema Azure Cost Estimation. Sofern man um die Kosten des eigenen Rechenzentrums Bescheid weiß, kann man mit dem Azure Pricing Calculator leicht die Gegenrechnung aufmachen. Allerdings zeigte der Dozent auch auf, dass viele IT Verantwortliche Probleme damit haben, die Kosten für das eigene Rechenzentrum korrekt zu bestimmen.

Resümee

Der erste Azure Saturday war ein voller Erfolg, zumindest in meinen Augen als Besucher. Es herrschte eine tolle Stimmung und es ergaben sich viele Gelegenheiten, um mit den Speakern und Kollegen aus der Community zu sprechen. Ich freue mich auf den Azure Saturday 2018, der bereits für Juni nächsten Jahres angekündigt wurde.

Und jetzt baut eure DevOps Pipeline auf!